Jugoslawienkriege in die Lehrpläne — weil Europa das braucht

Anlässlich der Nobelpreisverleihung an Peter Handke posten heute Kriegsjournalist_innen unter dem Hashtag #BosniaWarJournalists ihre Berichterstattung aus dem Bosnienkrieg. Ihre Worte und Bilder sollten Teil des Geschichtsunterrichts sein, denn nicht nur die Entstehung der EU, sondern auch diese dunkelsten Stunden Europas seit dem Zweiten Weltkrieg sind europäische Geschichte, mit der wir uns beschäftigen müssen, um sie niemals zu wiederholen und um die europäische Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Erweiterungspolitik zu reformieren. Jugoslawienkriege in die Lehrpläne — weil Europa das braucht weiterlesen

Handke hat den Nobelpreis nicht verdient

Auf Twitter ist es bereits ausgestritten. Die einen sagen, Handke ist ein Genozid-Leugner, ein Revisionist, ein Freund oder zumindest ein Verharmloser und der Grabredner des Kriegsverbrechers Slobodan Milosevic. Die anderen sagen: Aber großartiger Autor ist er halt trotzdem und es ist ja auch nicht der Friedensnobelpreis, den er bekommen hat.  Handke hat den Nobelpreis nicht verdient weiterlesen

Relationship Guide für die EU und den Balkan

In der EU wird wieder mehr über die Westbalkan-Erweiterung gesprochen. Montenegro, Serbien, Albanien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina und der Kosovo sollen irgendwann – wenn es nach manchen Politiker_innen geht – „so bald wie möglich“ Teil der Union sein. Oberflächlich betrachtet klingt das gut, doch sind wir als EU in dieser Debatte nicht immer ehrlich zu uns selbst. Wir reden mit jemandem übers Zusammenziehen, mit dem wir gerade ein paar Mal geschmust haben. Das ist weder sinnvoll noch notwendig.  Relationship Guide für die EU und den Balkan weiterlesen

Sie können die Folgen nicht kontrollieren, Herr Bundeskanzler

Der geplante Deal zwischen dem Kosovo und Serbien und Österreichs problematische voreilige Zustimmung könnten eine Vorleistung für erneute gewaltsame Auseinandersetzung, zumindest aber für eine nachhaltige Gefährdung der Stabilität in der Region sein. Sie können die Folgen nicht kontrollieren, Herr Bundeskanzler weiterlesen